EXPERIENCE: Dinosaurier-Park Altmühltal

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Wir gehen nicht nur in der Ferne, sondern auch in Deutschland gerne auf Abenteuer. Und Dinosaurier faszinierten uns als Kinder gleichermaßen. Deshalb lag es nahe, wenn in der Nähe unseres Wohnortes ein Dinopark eröffnet, dass wir bei diesem einmal vorbei schauen. Was wir erlebt haben? Hier zeigen wir es euch! 🙂

Hey Guys, this time the text is only available in german! But in all our narratives about adventures in Germany, we will answer the question for you, if the adventure is suitable for non-german speakers 🙂

Experience suitable for non-german speakers? – Yes, it is! This park opened just in August and so they are aware of an international audience. You can get guides in english (and I think, other languages also!) and the signs on the ways are written both, german and english. The Dinosaurs understand every language 🙂

Harte Fakten 😉

Anfahrt:
Der Dinosaurier-Park Altmühltal hat seit Ende August 2016 geöffnet und ist ein Freilichtmuseum in der Nähe von Denkendorf, Bayern. Von der A9 kommend einfach bei der Ausfahrt „Denkendorf“ die Autobahn verlassen und den Schildern zum Park folgen, dann ist man nach 5 Minuten am Ziel.

Öffnungszeiten:
Der Park hat ganzjährig, jeden Tag von 9-18 Uhr geöffnet. Ob es an Feiertagen Ausnahmen gibt, ist auf der Homepage nicht ersichtlich und auch nicht im Park selbst.

Eintritt:
Der Eintrittspreis beträgt für einen Erwachsenen 14,50 Euro, für Kinder 9,50 Euro. Eine Familienkarte (2 Erwachsene, 2 Kinder) schlägt mit 44 Euro zu buche. Der ganze Spaß ist also nicht ganz günstig. Was man dafür geboten bekommt, erzählen wir euch im nächsten Abschnitt.

The Experience

Da wir uns relativ spontan an einem Samstag Nachmittag (bei noch schönstem Altweibersommerwetter) entschlossen, den Dinopark zu besuchen, war dort einiges los. Vor allem Familien mit Kindern sind auf dem Gelände unterwegs, dies scheint auch die Hauptzielgruppe der gesamten Aktivitäten zu sein. Gleich nach dem Eingang im weitläufigen Areal vor dem eigentlichen „Erlebnisweg“ befindet sich ein großer Spielplatz und eine Mitmach-Fläche speziell für Kinder. In einem kleinen Häuschen neben einem künstlich angelegten See kann man sich noch kurz über „ein Land vor unserer Zeit“ informieren, dann ist auch schon der Weg angesagt. Natürlich kann auch ein Archaeopteryx bestaunt werden, einer der größten Funde im Eichstätter Juragestein (leider habe ich hier kein Foto gemacht, da ich die Darstellungen schon öfter gesehen habe, beispielsweise auf der Eichstätter Burg).

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Man startet den Rundweg im „Erdaltertum“, welche die Zeit vor den Dinosauriern darstellen soll. Ein paar Infotafeln und nette fisch, sowie nagerähnliche Kreaturen führen einen flott durch ca. 200 Millionen Jahre Paläozoikum.

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Dieser kleine Freund hat es mir besonders angetan 🙂

Mit schnellem Schritt macht man sich auf in Richtung Trias! Im Übergang wird das große Massenaussterben und nachgehende, heutige Forschungen symbolisieren. Der verwesende Dinosaurier (er macht für mich den Eindruck eines T-Rex) ist eindrucksvoll anzusehen, jedoch ist das ganze historisch leicht verwirrend, starb der Tyrannosaurus doch erst nach der Kreide-Paläogen-Grenze (früher: Kreide-Trias-Grenze, wieder was gelernt!), also vor 66 Millionen Jahren, und nicht bereits im Erdaltertum aus. Sei’s drum, die Bilder können sich sehen lassen 🙂

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Der halb verweste Dinosaurier ist wirklich gut gemacht!

Die Trias ist die älteste Periode des Mesoziokums und schließt sich somit zeitlich an das „Erdaltertum“ an (von vor etwa 250 bis 200 Millionen Jahren). Das Klima war zu dieser Zeit hier in Europa eher subtropisch, also warm und feucht. Doch nicht nur das unterschied sich maßgeblich, auch die Bevölkerung des Planeten mit Lebewesen veränderte sich ausgehend durch das große Massensterben erheblich, vor allem der Bereich der Landwirbeltiere. Diesen Verlauf kann man wieder auf Infotafel und mit Plastiken im Park verfolgen.

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Historisch korrekt läuft man nun weiter in den Jura. Dies ist die Zeit, in der die Dinosaurier ihr Kommen hatten! Und in diesem Teil können auch die beeindruckendsten Figuren des Parks besichtigt werden. Die nachgebaute Orignalgröße ist tatsächlich oft sehr imposant!

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Hat man diesen Teil des Parkes durchquert, kommt man bei einem Waldbiergarten mit großem Kinderspielplatz an. Es war sehr laut und voll, außerdem war die bisherige Strecke nicht so lange (80om geschätzt?), dass wir bereits eine Pause gebraucht hätten. Für Kinder ist es aber sicherlich ganz nett, sich dort richtig auszutoben.

Nach dem Biergarten geht es folgerichtig von Jura in die Kreide. Historisch gesehen ist das die Zeit in der Gondwana (der südliche Kontinentalnachfolger von Pangäa) weiter zu den heutigen Kontinenten zerfiel. Während dieser Zeit dominierten die Dinosaurier noch, es begannen sich aber auch schon Vorgänger der Säugetiere herauszubilden.

Während dieser und der nächsten, für uns uninteressantesten Phase der „Erdneuzeit“, wo der Aufstieg des Menschen an die Spitze der Nahrungskette ausführlich erläutert wurde, haben wir keine (tollen) Bilder mehr gemacht, da hier viel los war und uns ständig Leute ins Bild liefen… Naja, ich hoffe ihr konntet auch so einen guten Eindruck des Parkes gewinnen 🙂

Fazit

Wir sind von der Grundidee, einen natürlichen Waldweg zu einer Reise in die Welt der Dinsaurier werden zu lassen, sehr angetan. Es hat Spaß gemacht, es mal etwas anders als in einem klassischen Museum präsentiert zu bekommen. Jedoch sind wir zwiegespalten, was die Umsetzung im Park angeht. Der Fokus sind ganz klar Kinder, was durch die beiden Spielplätze und vielen Mitmach-Möglichkeiten ganz nett gehalten ist. Als Erwachsene vermisst man aber eben deshalb doch eine ausführlichere Beschäftigung mit der gesamten Materie. Das kleine „Häuschen“ am Anfang des Weges, dass auf die Funde im Altmühltal aus dieser Zeit einstimmen soll, ist wirklich sehr minimalistisch gehalten, und auch die Beschreibungen an den Figuren sind knapp. Der Weg ist mit ungefähr 1,5 Kilometer nicht wirklich lang. Und dann auch noch 14,50 Euro pro Person? Das Gesamtpaket scheint uns im derzeitigen Stand definitiv zu teuer. Um das langfristig interessant zu halten, muss sich da auf jeden Fall noch etwas überlegt werden. Soundeffekte wären beispielsweise bei den Figuren nicht schlecht, oder auch Führungen „in the Dark“ mit Lichtinstallationen für eine erwachsene Zielgruppe wäre eine Idee. Das „Drumherum“ könnte definitiv noch weiter angefüttert werden. Warum gibt es nicht mehr Bereiche, in denen man museal aufbereitet etwas über die Dinozeiten erfahren kann? Gerade für ältere Kinder wäre das sicherlich auch ein Gewinn. Was uns noch positiv auffiel, war die Essensauswahl: Es standen neben Klassikern wie Schnitzel sogar vegetarische und vegane Gerichte auf der Karte! Insgesamt würden wir Familien den Besuch empfehlen, weil Kinder hiervon am meisten haben. Interessierten Einzelpersonen sollte klar sein, dass der Park eher in die Kategorie „Teurer Spaß“ zu ordnen ist.

Was sind eure Meinungen zum Dinopark? Wie gefällt euch der erste EXPERIENCE-Artikel? Gerne dürft ihr uns das in den Kommentaren mitteilen 🙂

 

 

1 Kommentar

  1. Robert sagt: Antworten

    die arme Coco!
    Nachdem die Schutzeinrichtungen in diesem Zoo so sträflich vernachlässtigt wurden, kann man von einem Besuch nur abraten.
    Ich bin empört!

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